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FC Gerolsbach atmet auf

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Der FC Gerolsbach kann aufatmen: die zum Schluss fast verzweifelte Suche nach einem neuen 2. Vorstand war erfolgreich - Stefan Caspar löst Johann Wagner ab. Mit der äußerst gut besuchten Mitgliederversammlung zeigten die Gerolsbacher Geschlossenheit und Verantwortung für ihren Verein. 1. Bürgermeister Martin Seitz untermauerte als Wahlleiter die enorme Bedeutung des Vereins. Länger vakante Vorstandspositionen endlich besetzt.

Der Vorstand 2011/2012 (v.l.n.r.): 1. Vorstand Michael Schwertfirm, 2. Fußball-Abteilungsleiter Martin Buchberger (hi.), 2. Schriftführer Benny Wendt (vo.), 3. Beisitzer Ernst Sengotta, 2. Kassier Andrea Demmelmair, 2. Vorstand Stefan Caspar, 3. Jugend-Fußballleiter Gerhardt Jahnke, 2. Beisitzerin Michaela Schaipp, 2. Jugend-Fußballleiter Thorsten Sturm, 4. Jugend-Fußballeiterin Dimitra Manitsas, 1. Fußball-Abteilungsleiter Leo Solich, 3. Kassier Ingrid Hirschberger, 2. Beisitzer Andreas Frank, 1. Jugendleiter Markus Kick, 1. Kassier Harald Gräf, 3. Fußball-Abteilungsleiter Simon Herbst, 1. Schriftführer Heiko Krabbe. Auf dem Bild fehlt AH-Leiter Stefan Finkenzeller.

 

Die diesjährige Mitgliederversammlung des FC Gerolsbach stand ganz im Zeichen der mit Spannung erwarteten Vorstandswahlen. Die Berichte aus den einzelnen Bereichen gerieten hier eher zur Routineaufgabe (siehe gesonderten Artikel unten).

Denn noch wenige Tage vor der diesjährigen Jahreshauptversammlung waren keine Nachfolger für bereits weit im Vorfeld angekündigte Abgänge gefunden worden. Wer sollte in die Fußstapfen der langjährig aktiven Johann Wagner (2. Vorstand) und Rudi Gegger (Vize-Fußballabteilungsleiter) treten? Gerade die ungeklärte Nachfolge des 2. Vorstands trieb die Vorstandschaft um. Wäre die Position unbesetzt geblieben, hätte das den Verein schnell in Schwierigkeiten bringen können.

Die Not bewog die beiden Vorstände, Michael Schwertfirm und Johann Wagner, den Mitgliedern die prekäre Situation in ungeschminkter Offenheit zu schildern und dringende Appelle an sie zu richten (wir berichteten). Und genau das scheint das richtige Rezept gewesen zu sein. Was daraufhin wenige Tage vor und dann auf der Versammlung selbst passierte, hat die Verantwortlichen äußerst positiv überrascht.

Zuerst gab Mitte März Stefan Caspar, der bereits seit sechs Jahren für den Verein als Jugendbetreuer aktiv ist, dem Vorstandsausschuss bekannt, dass er bereit sei, das Amt des 2. Vorsitzenden zu übernehmen. Hinzu kam Seniorenspieler Martin Buchberger. Er interessierte sich für den 2. Fußball-Abteilungsleiter. Zudem gab es Schützenhilfe durch 1. Bürgermeister Martin Seitz. Er rief Mitte März die Gerolsbacher auf der Bürgerversammlung der Gemeinde auf, sich für den Fortbestand des so bedeutsamen Vereins einzusetzen.

Die Aufrufe fruchteten, sie mobilisierten die Mitglieder – die Hauptversammlung war seit langem nicht mehr so gut besucht wie heuer. Bürgermeister Martin Seitz, selbst Mitglied des FC Gerolsbach, machte die Klärung der Vorstandsfrage zur „Chefsache“, indem er die Wahlleitung übernahm. In einer kurzen Ansprache betonte er: „Der FC Gerolsbach ist der wichtigste Verein in der Gemeinde. Er übernimmt bedeutende gesellschaftliche Aufgaben vor allem durch seine zahlreichen Freizeitangebote für die Jugend. Ohne diesen Verein müsste die Gemeinde hier mehr in die Verantwortung gehen. Daher ist es auch für die Gemeinde wichtig, dass es für den Verein weitergeht!“

Die Mitglieder zeigten ihm und der Vorstandschaft, dass es ihnen damit ernst war. Die Wahlen des 2. Vorsitzenden und 2. Fußball-Abteilungsleiters sowie einiger weiterer Positionen waren reine Formsache. Überraschend war dann doch, dass einige seit längerem vakante Positionen gerade auch durch jüngere Mitglieder besetzt werden konnten. Einzelheiten siehe Personalien.

Unter dem Strich kommt der FC Gerolsbach aus seiner kleinen Krise nun gestärkt hervor. Noch nie war der Vorstand so zahlreich besetzt. Ein weiterer Wunsch, die Arbeit auf noch mehr Schultern verteilen zu können, war damit in Erfüllung gegangen.

Der 1. Vorstand, Michael Schwertfirm, zeigte sich von den Ergebnissen und dem Engagement seiner Mitglieder beeindruckt. Sie hätten ihm und der Vorstandschaft demonstrativ den Rücken gestärkt. Er könne sein letztes Amtsjahr nun beruhigter angehen. Mit Zuversicht und mehr Ruhe sehe er der Suche nach einem Nachfolger entgegen.

Berichte aus wichtigen Bereichen

Geschäftsbericht des 1. Vorsitzenden Michael Schwertfirm. Die Mitgliederbilanz weist nur einen geringen Schwund gegenüber 2009 auf. Der FG Gerolsbach hatte zum Stichtag 31.12.2010 1098 Mitglieder. Damit sei er weiterhin unter den Top 10 im Landkreis Pfaffenhofen. Durch die zahlreichen sportlichen und außersportlichen Aktivitäten des Vereins sei, so Michael Schwertfirm, deutlich, wie tief der Verein auch gesellschaftlich in der Gemeinde verankert ist. Beispielhaft nannte er Ausflüge von Mannschaften und Sportsparten, Taekwon-do Wettkampf und Schautraining, 20-jähriges Gründungs- Jubiläum der Fußball-Damen, Beteilung an Ferienpass-Aktionen, Ausrichtung diverser öffentlicher Feste und Veranstaltungen.

Kassenbericht vom 1. Kassier Harald Gräf. Er bezeichnete 2010 als „nahezu investitionsfreies Jahr“. Richtig zu Buche schlagen dem Verein wie in den letzten Jahren die Unterhaltkosten für die Sport-Außenanlagen. Er bezifferte die Kosten auf 14.000 Euro. Das sei Geld, „das der Verein selbstverständlich lieber in die Förderung der zumeist jungen Sportlerinnen und Sportler investieren würde“. Unter dem Strich sei es dem Verein gelungen, über die letzten drei Jahre trotz enorm gestiegener Unterhaltskosten ein ausgeglichenes Ergebnis vorzuweisen. Auch habe der FC Gerolsbach nach wie vor ausreichend Rücklagen für den Fall, dass größere Reparaturen fällig seien. Finanziell wolle man weiterhin sehr umsichtig agieren.

Bericht zum Seniorenfußball vom 1. Abteilungsleiter Leo Solich. Mit Stolz verwies er auf die spektakuläre Doppelmeisterschaft beider Männer-Seniorenteams und damit auf den Aufstieg der ersten Mannschaft in die Kreisliga Schwaben Augsburg. Die erste Saison in der Kreisliga sei nun eine echte Herausforderung. Man sei gut gestartet, habe dann aber etwas nachgelassen. Der Abstand zum Abstiegs-Relegationsplatz sei nur noch gering. Man müsse sich nun anstrengen. Leo Solich dankte dem scheidenden 2. Abteilungsleiter Rudi Gegger für die 10-jährige, äußerst positive Zusammenarbeit.

Bericht zum Jugendfußball vom 1. Jugendleiter Markus Kick. In der Jugend des FC Gerolsbach sind über 150 Spieler und Spielerinnen sowie 22 Trainer und Betreuer aktiv. Sie nehmen mit 12 Mannschaften (10 männlich, 2 weiblich) am Spielbetrieb teil. 2009/2010 wurden die F3, F1, E2 und E3 Meister, Vizemeister wurden die F2- und D-Jugend. Markus Kick konnte auf zahlreiche Aktivitäten der Abteilung verweisen, u.a. auf das mittlerweile traditionelle Kleinfeldturnier mit 31 F- und E-Mannschaften und die Turniere der Mädchenmannschaften. Aktuell plagen in der A- und B-Jugend personelle Sorgen das Geschehen. Es sei leider immer schwieriger, genügend Spieler zu finden. Er stellte in Aussicht, dass man wohl nicht um eine weitere Spielgemeinschaft herumkäme. Hier stünde man in Kontakt mit möglichen Kandidaten, es sei aber noch nichts beschlossen oder gar spruchreif.

Markus Kick dankte allen, die sich für den Jugendfußball in Gerolsbach einsetzen, auch seinem Vorgänger Jakob Buchberger, der unterjährig aus persönlichen Gründen ausscheiden musste.

Im Amt bestätigt oder neu gewählt wurden

Stephan Caspar (2. Vorsitzender), Andrea Demmelmair (2. Kassier), Benny Wendt (2. Schriftführer), Martin Buchberger (2. Fußballabteilungsleiter), Simon Herbst (3. Fußballabteilungsleiter), Michaela Schaipp (2. Beisitzer), Stefan Finkenzeller (AH-Leiter), Markus Kick (1. Jugendleiter), Thorsten Sturm (2. Jugendleiter), Dimitra Manitsas (4. Jugendleiter).

Geehrt für 15-jährige Mitgliedschaft beim FC Gerolsbach: Peter Lindner, Elisabeth Ruf, Lena Solich, Andrea Zull.

Geehrte für 15-jährige Mitgliedschaft, eingerahmt von 1. Vorstand Michael Schwertfirm (ganz re) und Ehrenamtsbeauftragte Michaela Schaipp (ganz li.): (v.l.n.r.) Elisabeth Ruf, Andrea Zull, Lena Solich, Peter Lindner.