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Der erste Vorsitzende des FC Gerolsbach, Ernst Sengotta, zieht am Ende seiner ersten Amtszeit Bilanz: während in den letzten zwei Jahren der Verein um etwa 100 Mitglieder gewachsen ist, schlagen die Kosten für den Vereinsbetrieb immer mehr zu Buche. Mit Erhöhungen der Mitgliedsbeiträge, weiteren Veranstaltungen im Vereinsheim und neuen Ideen und Konzepten wollen die Verantwortlichen entgegensteuern – dabei setzen sie auch auf den neu gewählten 2. Vorstand, Bürgermeister Martin Seitz.

Der Vorstandsausschuss 2014/2015 (v.l.n.r.): 1. Vorstand Ernst Sengotta, 4. Jugendfußballleiter Roberto Schumann, 2. Vorstand Martin Seitz, 1. Schriftführer Hubert Buxeder, 3. Vorstand Michael Schwertfirm, 2. Abteilungsleiter Fußball Stefan Finkenzeller, 2. Schriftführerin Petra Eckl, 3. Beisitzerin Brigitte Polzmacher, 2. Kassier Andrea Demmelmair, AH-Leiter Thomas Schaipp, 4. Beisitzerin Brigitte Ostermeier, 1. Kassier Harald Gräf, 2. Beisitzerin Michaela Schaipp, 3. Abteilungsleiter Fußball Christoph Paul, 1. Abteilungsleiter Fußball Herbert Krobath, 3. Andreas Öttl, 1. Jugendfußballleiter Markus Kick. Auf dem Foto fehlen 1. Beisitzer Andreas Frank, 3. Kassier Ingrid Hirschberger, 2. Jugendfußballleiter Thorsten Sturm.

Der 1. Vorstand des FC Gerolsbach, Ernst Sengotta, sieht am Ende seiner ersten 2-jährigen Amtszeit seinen Verein „insgesamt in einem guten Allgemeinzustand“. Der Verein habe „eine gute bis sehr gute Ausstrahlung, da Gesamtqualität und -quantität des angebotenen Sportprogramms beispielhaft im Landkreis sind“. Doch dies sei so nicht selbstverständlich, denn diesen Zustand aufrecht zu erhalten, bedürfe der ständigen Pflege und Zeit.

Vor allem der Breitensport boomt, auch Dank des zuletzt immer weiter ausgebauten Angebots weist die Vereinsstatistik 1228 Mitglieder (Stand März 2014) aus. Das sind etwa 100 mehr als 2012. Auf der anderen Seite stehen höhere Ausgaben für den laufenden Sportbetrieb. Auch Erhalt und Pflege der Anlagen, würden zunehmend zu Buche schlagen, da der „Neubaueffekt“ – die Sportanlage wurde vor acht Jahren eingeweiht – mehr und mehr verblasse. Hier wünschte sich Ernst Sengotta verstärkt Unterstützung, denn das Engagement der Mitglieder zur Mitarbeit bei Pflege- und Unterhaltsmaßnahmen sei – mit einigen Ausnahmen - „stark verbesserungsbedürftig“.

Auch sei es immer schwieriger, Mitglieder zur aktiven Teilnahme im Vorstandsausschuss zu bewegen und für den Vorstand Ersatzmitglieder zu finden. Deutlich wurde dies bei der Suche nach Ersatz für den unterjährigen Ausfall des 2. Vorstands Stephan Caspar. Um nicht wie vor drei Jahren erneut in eine schwierige Situation zu kommen, als man erst gewissermaßen in letzter Minute einen 2. Vorstand gewinnen konnte und den Verein in seiner Geschäftsfähigkeit gefährdet sehen musste, hätten die Verantwortlichen frühzeitig intensiv nach einer adäquaten Person Ausschau gehalten – und seien erfreulicherweise beim langjährigen Mitglied und Anhänger des FCG-Fußballs, 1. Bürgermeister Martin Seitz, fündig geworden.

Martin Seitz stellte vor seiner Wahl zum 2. Vorstand klar, dass er sich die Übernahme dieser Aufgabe lange und sehr gut überlegt habe. Ihm sei, sofern er als Bürgermeister wiedergewählt werde, „absolut klar, dass, es zu Konflikten zwischen seinen Aufgabe und Funktionen als Bürgermeister und Vorstand kommen kann, sofern ich nicht darauf achte, beide Ämter gewaltig zu trennen“. Denn er sehe sich selbstverständlich in der Pflicht, „alle Vereine in der Gemeinde zu fördern“. Er sei sich aber sicher, dass er auf vielfältig andere Weise, d.h. ohne z.B. den Weg über die Gemeinde zu nehmen, Sportverein und Vorstandschaft durch Erarbeitung von Ideen und Konzepten unterstützen und etwas bewegen könne. Besonders sah sich Martin Seitz hierbei als Bindeglied zwischen Vorstand und Fußballmannschaften.

Zum Abschluss der Versammlung stimmten die Mitglieder dem von der Vorstandschaft ausgearbeiteten Beitragsmodell zu (Auflistung am Ende des Beitrags). 1. Vorstand Ernst Sengotta erläuterte detailliert die Gründe, die zur Erhöhung führen und verwies auf die im Vergleich zu anderen Vereinen moderaten Beiträge. Als wesentliche Motive für die Anhebung nannte er das ausgesprochen positive Preis-Leistungsverhältnis („sehr umfangreiches Angebot bei geringer Gebühr“) und den Finanzbedarf der letzten Jahre. Schließlich hätte auch der Landkreis den Verein gedrängt, die Beiträge anzuheben. Ohne Anhebung würde der Verein aufgrund zu günstiger Mitgliederbeiträge seine nicht unerhebliche Förderung durch den Kreis verlieren.

Wie sich der Finanzbedarf entwickelt hat, erläuterte zuvor 1. Kassier Harald Gräf. Er zählte zahlreiche Investitionen auf, die 2013 getätigt wurden bzw. unvermeidbar waren, zum Beispiel der Bau des kleinen Trainingsplatzes oder die Begleichung von Verbindlichkeiten für die Installation der Alarmanlage und Nachzahlungen von Umsatzsteuern. Große Posten wie jedes Jahr sind Instandhaltung und Rasenpflege und Entgelte für die Übungsleiter sowie Gebühren und Zuschüsse an die Abteilungen. Zwar habe der Verein auch 2013 zahlreiche Einnahmequellen gehabt, z.B. durch Mitgliedsbeiträge, Werbung, Spenden, Papiersammlungen oder Ausrichtung von Veranstaltungen. Aber im sechsten Jahr der Selbstbewirtschaftung des Vereinsheims sei 2013 zum ersten Mal auch ein Verlust erwirtschaftet worden. Harald Gräf machte deutlich, dass es nicht Vereinszweck sei, mit der Gaststätte Geld zu verdienen, denn sie solle den „Mitgliedern eine Stätte der Begegnung und Geselligkeit bieten“. Doch die Vorstandschaft ziele nun darauf ab, 2014 dem negativen Trend durch neue Veranstaltungen entgegen zu wirken. Erster Anlauf sei das Starkbierfest am 21. März.

Abschließend musste Harald Gräf den Mitgliedern mitteilen, dass dem Verein 2013 der Griff in die Rücklagen nicht erspart geblieben ist. Zwar seien für größere Reparaturen oder unvorhersehbare Ausgaben ausreichend weitere Rücklagen vorhanden. Doch der Verein sei auch in Zukunft sehr stark auf die Mithilfe seiner Mitglieder und Förderer angewiesen, damit durch diverse Veranstaltungen zusätzliche Einnahmen erzielt werden und mit Arbeitseinsätzen die Unterhaltskosten so niedrig wie möglich gehalten werden können.

Aus den Sportabteilungen: 1. Mannschaft arbeitet mittelfristig auf Aufstieg hin

Gerolsbach (krh) Stephan Finkenzeller, 2. Abteilungsleiter Fußball, bezeichnete den Abstieg der 1. Mannschaft aus der Kreisliga in die Kreisklasse als sehr ärgerlich und schmerzlich. Doch in der laufenden Saison befinde man sich zurzeit auf dem 4. Platz, mit guten Möglichkeiten, „oben in interessanter Weise mitzuspielen“. Einen direkten Wiederaufstieg visieren Verantwortliche und Mannschaft in dieser Saison jedoch nicht an, doch sei er mittelfristig, denn es „mache mehr Spaß, um die vorderen Ränge mitzuringen, als im Mittelfeld herumzueiern“.

Für die Rückrunde bzw. für die Saison 2014/2015 hat der FC Gerolsbach wichtige Weichen gestellt. Trainer Michael Frank hat bereits über die laufende Saison hinaus seinen Vertrag verlängert. Auch für den im Sommer ausscheidenden Co-Trainer, Andreas Eichner, wurde mit Thomas Huber intern adäquater Ersatz gefunden. Als neuer 1. Abteilungsleiter Fußball zeichnet sich ab sofort Herbert Krobath für den Gerolsbacher Fußball verantwortlich. Dass er Akzente in Richtung „ambitionierte Zukunft“ setzen wird, betonte er in seiner Kurzvorstellung gegenüber den Vereinsmitgliedern und anwesenden Spielern vor seiner Wahl.

Markus Kick, erster Jugendfußballleiter, stellt zusammen mit 22 Trainern den Trainings- und Spielbetrieb für ca. 120 Kinder bzw. Jugendliche sicher. Der FCG hat in der aktuellen Saison 2013/2014 10 Mannschaften angemeldet. Wobei die A-Jugend wiederum eine Spielgemeinschaft (SG) mit dem TSV Jetzendorf und Steinkirchen eingegangen ist und die 3 Mädchenmannschaften als SG mit dem ST Scheyern auflaufen. Sportlich, so Markus Kick, „läuft es so gut wie lange nicht mehr, denn fast alle Mannschaften befinden sich in oberen Tabellenregionen“. B-, D2-Jugend sowie die D- und C-Mädchen stellten Herbstmeister. Auch die Hallensaison konnte mit einigen Turniergewinnen und guten Platzierungen in höherem Klassement abgeschlossen werden. Beispielsweise kamen die D- und C-Mädchen ins Finale der oberbayerischen Meisterschaften. Für 2014 stellte Markus Kick erneut Sommer-Jugendturniere in Aussicht. Und er zeigte sich optimistisch, dass der FCG in der Saison 2014/2015 im Juniorenbereich für alle Alterklassen eigene Mannschaften für den Punktbetrieb anmelden kann. Nur bei den Mädchen wolle man die SG mit ST Scheyern fortsetzen.

Dritte Beisitzerin und Verantwortliche für den Breitensport, Brigitte Polzmacher, sieht eine „weiterhin sehr positive Entwicklung“ in ihrer Sparte. Der Breitensport sei nicht nur verantwortlich für die gute Mitgliederentwicklung, sondern sei „auch Aushängeschild für ein breites, attraktives Vereinsangebot des FC Gerolsbach“. Sie stellte fest, dass „kein Verein in der Umgebung und in vergleichbarer Größe ein solch vielseitiges Programm zu bieten hat“. Zugpferde 2013 seien besonders Zumba und Eltern-Kind-Turnen gewesen. Zur Saison 2013/2014 konnten mit Kindertanz und Pilates zwei neue Angebote etabliert werden, zur kommenden Saison werde „Bauch, Beine, Po“ hinzukommen und das Programm vorerst abrunden.

Personalien

Unter Leitung der 2. Bürgermeisterin Gerti Schwertfirm wurden im Amt bestätigt oder neu gewählt: 1. Vorstand Ernst Sengotta, 2. Vorstand Martin Seitz, 3. Vorstand Michael Schwertfirm, 1. Kassier Harald Gräf, 3. Kassier Ingrid Hirschberger, 1. Schriftführer Hubert Buxeder, 1. Abteilungsleiter Fußball Herbert Krobath, 3. Abteilungsleiter Fußball Christoph Paul, 1. Jugendfußballleiter Markus Kick, 3. Jugendfußballleiter Andreas Öttl, 1. Beisitzer Andreas Frank, 3. Beisitzerin Brigitte Polzmacher.

Ehrungen: Werner Etzelsdorfer wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. In seiner Laudatio stellte 1. Vorstand Ernst Sengotta seine wichtigsten Verdienste um den Verein vor. Werner Etzelsdorfer war von der Jugend bis zur AH aktiver Spieler, sieben Jahre 2. Vorstand, fünf Jahre Besitzer, fünf Jahre Jugendtrainer, vier Jahre mit seiner Frau Hanni Vereinsheimwirt. In den 80er-Jahren war er in der damaligen FCG-Theatergruppe als Spieler tätig, in der neuen Theatergruppe ist er seit 2012 Regisseur. Darüber hinaus unterstützte er den FCG mit der Organisation vieler Feste und Papiersammlungen sowie bei diversen Bau- und Umbaumaßnahmen der Sportstätten in den letzten 30 Jahren.

Für 15 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Petra Eckl, Herbert Krobath, Lucie Lindner, Juliane Salvamoser, Martin Seitz, Theresia Wagner.

Ehrungen: Das neue Ehrenmitglied des FC Gerolsbach, Werner Etzelsdorfer (Mitte), und Geehrte für 15-jährige Mitgliedschaft (v.l.n.r.): Ehrenamtsbeauftragte Michaela Schaipp, 1. Vorstand Ernst Sengotta, 3. Vorstand Michael Schwertfirm, Martin Seitz, Petra Eckl, Herbert Krobath, Juliane Salvamoser, Theresia Wagner, Ehrenamtsbeauftragte Sonja Zeindl.

Diese Jahres-Mitgliedsbeiträge werden ab 2014 erhoben:

    • Erwachsener: 75 €
    • Passive/Senioren: 45 €
    • Kinder: 45 €
    • Kinder passiv: 30 €
    • Ehegatten aktiv: 130 €
    • Ehegatten passiv: 90 €
    • Familie aktiv: 140 €
    • Familie passiv: 90 €
    • Schüler über 18 Jahre/Student: bei Vorlage eines Nachweises Abzug von 15 €/Jahr